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Auf den Spuren
der grünen Hölle |
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Die "Grüne Hölle" -
der Nürburgring.
Eine
Wirtschaftsförderungsmaßnahme
aus den
Zwanzigerjahren zur
Stärkung der
Hocheifelregion. Bei
der Wanderung
erhalten Sie
interessante
Informationen zur
Baugeschichte des
Nürburgrings und der
Entstehung der
vulkanischen
Hocheifellandschaft.
Daneben wird Ihnen
die einzigartige
Flora und Fauna rund
um die legendäre
Nordschleife, der
"Grünen Hölle",
nahegebracht. |
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Klicken Sie die
Stationen an, um
mehr zu erfahren... |
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"Mountainbiking" |
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1) Die Nürburg
Die Nürburg ist die höchst-gelegene Burg in Rheinland-Pfalz (676,5 m
u. NN). Sie wurde auf einem aus Basalt bestehenden, herausgewitterten
Vulkanschlot erbaut. Der Basaltfelsen gab dem Berg und der Burg den
Namen: Mons Nore, der schwarze Berg. Er lieferte auch das Baumaterial
für die Burg. Der Bergfried (39 m hoch) bietet bei klarem Wetter einen
fantastischen Rundblick über die gesamte Eifel, aber auch in das Herz
der "Grünen Hölle", der Nordschleife, die sich kurvenreich durch die
Wälder rund um die Burg windet.
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2) Orchideenreiche Feuchtwiesen "In der Stroth" In den
nährstoffarmen Mischbeständen von Feuchtwiese und Borstgrasrasen wachsen
tausende Orchideen. Durch eine stauende Lehmschicht (Pseudogley) bleibt
zeitweise das Wasser auf der Wiese stehen. Weil viele "normale
Wiesenpflanzen" dies nicht vertragen, können sich Feuchte- und
Magerkeitsspezialisten gegen die sonst vorherrschenden größeren und
schneller wachsenden Arten durchsetzen. Viele der hier vorkommenden
Arten sind selten und als besonders schutzwürdig in "Roten Listen"
aufgeführt.
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3) Vom Bau des "Nürburg-Rings 1925 - 1927" Im Januar 1925 wurde die Anregung zum Bau einer "Deutschen Gebirgs-,
Renn- und Prüfungsstraße" in der Eifel gegeben und schon im Juni 1927
erfolgte die Eröffnung des "Nürburg-Rings", dessen Streckenführung so
gewählt wurde, dass die großen Basaltsteinbrüche, die zur Gewinnung des
Baumaterials dienten, in unmittelbarer Nähe der Rennstraße lagen.
Während der Bauzeit wurden insgesamt 184.693 cbm Fels- und 152.907 cbm
Erdmassen bewegt.
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4) Der "Vulkan Nürburg" - ein herauspräparierter Tuffschlot
Der Vulkan "Nürburg" gehört zum tertiärzeitlichen Vulkanismus der
Hocheifel und hat ein Alter von etwa 30 Millionen Jahren. Zur damaligen
Zeit lag die Erdoberfläche mehr als 100 m über dem heutigen Niveau.
Basaltisches Magma drang bis zur Oberfläche vor und kam mit Grundwasser
in Kontakt. Das explosionsartig verdampfende Wasser sprengte in den
Untergrund einen Maarkrater, in dessen Tuffschlot-Füllung
Basaltschmelzen eindrangen. Im Laufe der Jahrmillionen verwitterte diese
Füllung und das "weichere" Nebengestein stärker als der härtere Basalt,
so dass dieser heute als Kuppe herauspräpariert ist.
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5) Waldstorchenschnabel-Goldhaferwiesen rund um die Nürburg
Hier ist eine ganz besondere und landesweit seltene
Pflanzengemeinschaft zu sehen, bei der im Juni der Waldstorchschnabel
ein Meer von lila Blüten bildet. Neben dem Storchschnabel ist der
Goldhafer namensgebend, der filigraner als der Glatthafer ist und diesen
im Bergland ablöst. Im Kreis Ahrweiler kommt diese Wiesenart nur noch
rund um den Nürburgring vor. Gründe hierfür sind die Höhenlage von über
500 Metern, basenreiche Böden unterhalb des Nürburg-Basaltkegels und die
noch traditionelle Landwirtschaft (Heumahd). Beste Besuchszeit ist ab
Mai bis Anfang Juli bevor die Wiesen gemäht werden. Erfreuen Sie sich an
hunderten verschiedener bunter Kräuter und Insekten, die zum näheren
Hinsehen einladen.
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6) Steinbruch "Buchental" Für den Bau des "Nürburgs-Rings" mussten 1926/27 große Mengen an Basalt-
und Grauwackenschotter in den umliegenden zwölf Steinbrüchen gewonnen
werden. Zur Zerkleinerung des Materials auf die gewünschte Größe
dienten, wie im "Buchental" zu sehen ist, große Steinbrechanlagen. Von
dort wurde der Schotter mit Loren zu den Baustellen transportiert. Auf
einem fas 50 km langen Eisenbahnnetz ("Et Bähnche") waren bis zu 19
dampfbetriebene Lokomotiven im Einsatz.
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7) Blick über die vulkanische Hocheifel
Der Panoramablick schweift über die Höhen der Eifel zu den
vulkanischen Bergkuppen "Hohe Acht", "Selberg" und "Nürburg". Sie
gehören zu den etwa 300 Vulkanen deren Überreste im Gebiet der Hocheifel
zwischen Adenau und Ulmen erhalten sind und deren Aktivität 48 - 23
Millionen Jahre zurückliegt. Über ihre Entstehungsschichte werden Ihnen
hier interessante Informationen vermittelt.
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8) Glatthaferwiesen "Im Ertrisch" / "Selberg"
Wiesen sind durch jahrhundertelange naturverträgliche Landwirtschaft
geschaffene Kunstwerke und ein besonderer Reiz unserer Kulturlandschaft.
Gemähte Wiesen werden in unserer Region im Gegensatz zu Weiden nicht vom
Weidelgras, sondern vom Glatthafer dominiert. Die Glatthaferwiesen "Im
Ertrisch" werden wie etwa 20 Prozent des Grünlandes im Kreis Ahrweiler
noch traditionell und umweltschonend bewirtschaftet. Sie sind reich an
bunten Kräutern und Insekten, weil auf Düngung, Herbizide und
Zwischensaat verzichtet wird. Die Artenzahl übertrifft Intensivwiesen um
300 - 500 Prozent. Dies wird durch das Land Rheinland-Pfalz und die EU
mit dem "Förderprogramm Umweltschonende Landbewirtschaftung" (FUL)
gefördert. Bewirtschaftung: Ein- bis zweimal Mähen zur Heugewinnung, zum
Teil Nachbeweidung.
Beste Besuchszeit: Anfang Mai bis Anfang Juli.
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9) Der "Selberg" - eine vulkanische Quellkuppe
Der Selberg ist eine vulkanische Quellkuppe, deren Gesteinsschmelze
vor etwa 36 Millionen Jahren unter der Erdoberfläche erstarrte. Gut zu
beobachten ist an dieser Stelle die besondere Absonderungsform des
Gesteins. Durch das Auftreten von Zugspannungen entstanden mehr oder
weniger gleichmäßige, vorwiegend sechseckige Säulen. Die Säulen stehen
senkrecht zur Abkühlungsfläche. Bei dem Gestein, das unter anderem zum
Bau von Häusern in Quiddelbach Verwendung fand, handelt es sich um einen
Benmoreit.
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